Aktuelles
Sommerfestival



Das alljährliche Sommerfest des KKK Reiden findet dieses Jahr in einem anderen Rahmen und unter anderem Namen statt: die beiden Vereine KKK Reiden und Nachhaltig Reiden organisieren zusammen ein Sommerfestival.

Bühne frei für junge, regionale Nachwuchsmusiker*innen. Sie treten ab 12 Uhr unentgeltlich auf der Kommende auf und geben ihr Können zum Besten. Den Abschluss des Festivals macht um 20 Uhr die Band «Keltic Scent». Bei Gitarren-, Violinen-, Whistles- und Bodhran-Klängen lässt die fünfköpfige Combo ihrer Leidenschaft für irische und schottische Melodien freien Lauf und lässt den Festivaltag ausklingen.
 
Die Festwirtschaft ist ab 11.30 Uhr geöffnet, die Konzerte beginnen um 12 Uhr. Bei schönem Wetter findet der Anlass im Innenhof, bei schlechter Witterung in der Kornschütte der Kommende statt.
 
Der Eintritt ist frei, es gibt eine Türkollekte.
 
Dieser Anlass ist für uns eine Premiere. Wir sind dankbar um jede Unterstützung durch Gönner und Sponsoren. Die jungen Musiker spielen unentgeltlich. Die Gage der Hauptband wird durch Sponsoring finanziert. Ein allfälliger Gewinn dieses Festivals wird aufgeteilt zwischen Nachhaltig Reiden für das Crowdfunding des geplanten Natur-Erlebnisweges und KKK Reiden, damit wiederum grossartige kulturelle Anlässe organisiert werden können.
 
Wir freuen uns auf viele Festival-Besucher.
 
KKK Reiden und Nachhaltig Reiden

Lineup
12.00   Vera Kneubühler
            +Jasmin Döös
12.45   Livia Wirz
13.35   Floor Fifteen
14.45   Sarina Vogel
15.35   Luma de nia
16.45   Mona Rüegg
17.35   Run
20.00  Keltic Scent

nachhaltigreiden.ch
www.kelticscent.ch
Vielen Dank unseren Sponsoren und Gönnern des Sommerfestivals:
Unterhaltung Deluxe mit Frölein Da Capo


Ein Tag wie im Hochsommer. Der 21. Mai 2022. Wie sonst nur am Sommerfest stehen an diesem Samstagabend Tische im Hof der Kommende. Um 19 Uhr trudeln die ersten Gäste ein und gönnen sich ein kühles Glas Weisswein. Um 20 Uhr begeben sich die inzwischen zahlenreichen Gäste in die Kornschütte der alten Kommede. Der Anlass ist seit langem ausverkauft. Rund 113 Besucherinnen und Besucher gönnen sich Frölein Da Capos abwechslungsreiches Programm «Kämmerlimusik».

Frölein Da Capo war schon vor 12 Jahren Gast beim Reider Kulturverin KKK. Damals spielte sie vor einem roten Vorhang. Heute ist der Vorhang schwarz. Nach einer Ansprache aus dem Lautsprecher, die ein ungewöhnliches Programm verspricht, erscheint Irene Brügger – alias Frölein Da Capo. Sie spielt erste schräge Töne auf der Trompete und dem Euphonium. Schnell ist klar, diese Frau beherrscht die Technik dieser Instrumente zwar, es geht ihr aber nicht darum «schöne Musik zu machen». Sie spielt eine Rolle, die des «Frölein Da Capos». Dieses Frölein nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch Musikstile und Kunstrichtungen.
 
Frölein Da Capo überrascht das Publikum nicht nur mit ihrem multifunktionalen Loop-Gerät, mit dem sie sich selbst multipliziert und zu einem Orchester werden lässt. Sie setzt noch ein weiteres Medium ein. Sie zeigt dem Publikum mittels eines Visualizers auf einer Leinwand ihr sogenanntes «Fotoalbum», welches aus witzigen Comiczeichnungen besteht. Der Visualizer wird auch eingesetzt, um ein selbstgebasteltes Schicksalsrad zu bedienen. Eine zufällig ausgewählte Konzertbesucherin, welche unter ihrem Stuhl eine versteckte Jasskarte findet, darf einen Song in der Rolle «des Schicksals» mitgestalten. Frölein Da Capo erntet an diesem Abend viele Lacher und einen grossen Applaus.
 
Sie bedankt sich nach dem Anlass beim Publikum: «Schön, sit ihr dahäre cho und nid öpe go jogge.» In ihrer Zugabe singt sie davon, dass das Leben zu kurz sei. Zu kurz für alles Mögliche – aber vor allem viel zu kurz für schlechten Wein. Nach diesen Worten gönnt sich der eine oder andere Konzertbesucher gerne noch ein Glas Rotwein vom Reider Kommendehügel bei Kerzenlicht unter der Linde. (Text Kathrin Blum)


 
Frühling auf der Kommende


Jazziger Start

Am 26.03.2022 eröffnete "Idolaters" - Musiker-Duo Nico Hirzel (Piano) und Samuel Blättler (Trompete) - mit "Fanfaren und Trompeten" das musikalische Vereinsjahr. Louis Armstrong sagte einst: "Wenn man nachfragen muss, was Jazz sei, wird man es nie wissen." Eintauchen war angesagt, somit wurde spür- und hörbar, was mit Worten nicht zu beschreiben ist. Das Duo spielte Stücke aus den Kompositionsbüchern Planetarium und Megafauna, welche in der Zeit der Corona-Pandemie entstanden sind. Die Zuhörer wurden mitgenommen auf eine Reise durch Welten und Zeiten. Ein wunderbar stimmiger Jazzabend im kleinen, feinen Rahmen.

 
Wiedersehen mit Frölein da Capo

Als Gewinnerin des «Kleinen Prix Walo» stand die gebürtige Willisauerin 2010 bereits einmal auf der Bühne der Reider Kornschütte. Am Samstag, 21. Mai 2022, kommt es zum freudigen Wiedersehen mit Frölein da Capo, deren Name spätestens seit ihren Auftritten in der Sendung «Giacobbo/Müller» in aller Munde ist.
Blech, Tasten, Saiten und Gesang werden live auf der Bühne eingespielt, verschmelzen mit Hilfe des Loop-Geräts zu einer Einheit: In ihrem dritten, 2019 mit dem Swiss Comedy Award geadelten Programm «Kämmerlimusik», wird das Frölein in gewohnter Manier zum Einfrauorchester, lässt erklingen, was in ihrem Musikkämmerli entstanden ist. Dabei hat auch ihr Zeichenstift einen festen Platz in den Partituren gefunden. Mit ihm lässt sie via Leinwand vom Leben gezeichnete Gedankenspiele aufleben.
Der Vorstand des Kulturvereins KKK freut sich auf den Auftritt der "frischgekürten" Willisauer-Kulturpreisgewinnerin 2022.

Der Abend ist bereits ausverkauft. Es gibt keine Abendkasse. Türöffnung ist um 19 Uhr. Die Taverne ist ebenfalls ab 19 Uhr geöffnet, hausgemachte Snacks sowie warme und kalte Getränke stehen für die Besucherinnen und Besucher bereit.


Idolaters


Am 26. März um 20 Uhr startet das Kulturjahr 2022 des KKK Reiden mit einem jazzigen Konzertabend mit den Idolaters.

Idolaters bedeutet Götzendiener, und der Altar des Abends ist die Musik.

Das Duo Samuel Blättler (Trompete) und Nico Hirzel (Piano, Kompositionen) nimmt das Publikum mit auf eine klingende Reise durch Welten und Zeiten. Planetarium und Megafauna sind zwei in der Zeit der Corona-Pandemie entstandenen Kompositionsbücher. Ein Konzertabend zwischen kammermusikalischer Einkehr und polternder Jahrmarktfreude, zwischen betörenden Melodien und stürmischen Fanfaren.

Für Kultur in der Kommende ist also auch im neuen Jahr gesorgt. Und auch die Kontakte sollen nicht zu kurz kommen. Unsere Taverne lädt bereits ab 19 Uhr zu kleinen Köstlichkeiten aus dem Ofen ein.


www.idolaters.ch
Kunterbuntes Kulturjahr 2022
Auf ein Neues: Der Verein Kultur und Kontakte in der Kommende präsentiert sein 24. Jahresprogramm. Unter dem Lindenbaum sind irisch-schottische Klänge zu hören, in der Kornschütte treten unter anderem ein preisgekröntes «Frölein» und zwei gestandene Herren auf.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht des Willisauer Boten vom Freitag, 31.12.2021
VOCAL TOTAL verzaubert total

Von Katrin Blum

VOCAL TOTAL verzaubert total
Am Sonntag, 5. Dezember 2021, stand der Flügel auf der Bühne in der Johanniterkommende in Reiden. Claudia Carriero, Präsidentin des Reidener Kulturvereins KKK (KULTUR & KONTAKTE in der KOMMENDE) begrüsste um 16.30 Uhr die zahlreichen Gäste zu dieser besonderen Einstimmung auf die Weihnachtszeit.
 
In schwarz und rot
Die 6 Sängerinnen und die 4 Sänger von «vocal total», der Dirigent Urs Ehrenzeller, sowie der Pianist Nik Rindlisbacher betraten die Bühne. Der Chor formierte sich auf der Bühne, die Sängerinnen in der vorderen, die Sänger in der hinteren Reihe, alle gekleidet in festlichem schwarz und rot. Die ersten Akkorde auf dem Flügel wurden gespielt. «vocal total» entführte das Publikum mit dem Song «winter wonderland» in den amerikanischen Winter. Die Stimmen der Sängerinnen und Sänger füllten den Saal, voll und kräftig ganz ohne künstliche Verstärkung.
 
Songs of love
Der Leiter und Dirigent des Chors, Urs Ehrenzeller, verriet, dass die Songs in ihrem Weihnachtsprogramm von Liebe handeln würden, so zum Beispiel der Song «I will always love you» von Whitney Houston. Das Publikum wurde verwöhnt mit einem abwechslungsreichen Programm. Auf reine A-cappella-Songs folgten Songs mit Klavierbegleitung. Es gab eine Frauen-Session und ein Lied für die Sänger alleine. Die Songs in Englisch überzeugten durch die deutliche und genaue Aussprache. Der Chor zeigte eine ausserordentliche Bühnenpräsenz. Das gemeinsame Singen bereitete der Gruppe offensichtlich Freude. Die Songs wurden dynamisch und schwungvoll vorgetragen und an mehreren Stellen durch tänzerische oder schauspielerische Einlagen ergänzt.
 
Raclette-Brot und Glühwein
Zu schnell war es Zeit für die Pause. Der Hof in der Kommende füllte sich. Die Gäste genossen am Feuer ein Raclette-Brot mit Glühwein. «Es sei ein gutes Zeichen, dass alle wieder zurückgekommen sind», holte Urs Ehrenzeller das Publikum nach der Pause mit einem Augenzwinkern wieder ab. «vocal total» präsentiere nun ein Lied einer Schweizer Band, welches ebenfalls von der Liebe handle. Es sei jenes Lied, bei welchem der Titel oft falsch verstanden würde. Die W.Nuss habe nichts mit dem Planeten Venus zu tun. Die Sängerinnen und Sänger zeigten sich auch im zweiten Konzertteil stimmsicher und überzeugten durch ihre Solis. Nik Rindlisbacher begeisterte die Gäste mit seinem Solo am Flügel.

Stimmung pur
Bekannte Melodien liessen Erinnerungen aufkommen, luden zum Augenschliessen ein oder rührten zu Tränen. In der zweiten Konzerthälfte erhielt «vocal total» nach jedem Song einen grossen Applaus. Sanfte, ruhige Passagen wechselten ab mit kraftvollen und energiegeladenen, so auch im Song «Hallelujah» von Leonard Cohen. Ein Song der den Besuchern in Erinnerung bleiben wird, war vermutlich «Wind of change» von the Scorpions. «Dieser Song sei weitsichtig gewesen», so die Worte von Urs Ehrenzeller. «Zur damaligen Zeit wurde eine Mauer abgebaut. Wir leben heute in einer Zeit, in der die Tendenz besteht, Mauern wieder aufzubauen…»
 
Unerwartete Zugabe
Der Chor verabschiedete sich mit dem Song «Goodnight sweetheart goodnight». Die Konzertbesucher verweilten im Anschluss in der Taverne bei Kaffee und Kuchen. Die letzten Gäste durften eine Zugabe besonderer Art erleben. Die Chormitglieder, sowie ihr Dirigent sassen um einen Tisch in der Taverne und begannen sitzend, ohne Vorankündigung, zu singen. Die Gespräche im Saal verstummten. Die eingespielte Formation gab nochmals ihr bestes und erntete wiederum grossen Applaus.
 
Full house
Die Freude der Vorstandsmitglieder vom Verein KULTUR & KONTAKTE in der KOMMENDE ist nach diesem gelungenen Anlass bei ausverkauftem Haus gross. Gerade in dieser für Kulturschaffende herausfordernden Zeit, ist es alles andere als selbstverständlich einen Anlass überhaupt durchführen zu können - und dann erst noch mit so vielen Gästen. 


 
vocal total


Am Sonntag, 5. Dezember 2021, lädt KULTUR & KONTAKTE in der KOMMENDE zu einem Anlass besonderer Art ein. Um 16.00 Uhr werden die Türen zur Johanniterkommende in Reiden geöffnet. Um 16.30 Uhr steht VOCAL TOTAL auf der Bühne. Lassen Sie sich vom Zusammenklang der Stimmen verzaubern und auf die Adventszeit einstimmen. VOCAL TOTAL ist eine A-capella-Formation bestehend aus 10 begeisterten Sängerinnen und Sängern. Stephan Schwerzmann aus Reiden ist einer davon. Rund die Hälfte der Songs sind A-cappella-Arrangements, die restlichen Nummern werden vom subtilen Spiel des Pianisten und Klavierbauers Nik Rindlisbacher begleitet. Unter der Leitung von Urs Ehrenzeller präsentiert VOCAL TOTAL Pop- und Jazz-Songs.
 
Nach dem Konzert verwöhnen wir unsere Gäste in der Taverne mit feinem Raclettebrot, Kuchen und Getränken.

Für den Besuch dieses Anlasses wird ein Covid-Zertifikat und ein amtlicher Ausweis benötigt (gilt für Besucher ab 16 Jahren).
 
Der Verein KKK REIDEN freut sich auf einen geselligen und stimmungsvollen Dezemberanlass.

 
Trummer begeistert mit seinem Familienalbum


Auftritt Trummer an den 14. Kulturlandschaftstage

Am Samstag, 30.10.2021 trat der Berner Singer-Songwriter Trummer mit seiner Band im Rahmen der Tage der Kulturlandschaft auf. Er nahm die Gäste des KKK Reiden mit auf eine Spurensuche durch seine eigene Geschichte, die zum Nachdenken anregte.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht des Willisauer Boten:
14. Kant. Tage der Kulturlandschaft - Trummer


Am 30.10.2021 um 20 Uhr ist es soweit: Der Berner Musiker Trummer kommt nach Reiden! Geplant war der Auftritt von Trummer und seiner Band schon vor einem Jahr. Aufgrund der damaligen Corona Lage, wurde der Anlass um ein Jahr verschoben. Umso grösser ist die Freude im Vorstand des KKK, dass der Anlass in diesem Herbst im Rahmen der 14. «Tage der Kulturlandschaft» stattfinden wird. 
 
Für Christoph Trummer hat das Jahr gut begonnen. Der Berner Mundart Musiker gewann am 26.2.21 den Artist Award 2021 bei den Swiss Music Awards. Trummer ist bekannt dafür, Kunstformen zu kombinieren. Statt eine Biographie zu schreiben, nahm er eine Discographie auf. Entstanden ist eine berührende Familiengeschichte in 14 Songs, einem Essay mit Gesprächen und mit Bildern. Das CD – Buch sei laut Berner Zeitung «ein literarischer Wurf».

Was gehen uns unsere Eltern und unsere Familiengeschichte an? Welche Spuren haben sie hinterlassen? Und wie leben wir mit diesen Spuren? All diesen und noch viel mehr Fragen stellt sich Trummer auf seinem neuen "Familienalbum".

Zusammen mit Nadja Stoller (Gesang, div. Instrumente) und Samuel Baur (Gesang, Perkussion) werden die Songs vielseitig live interpretiert. Mit dieser herzlichen und vertrauten Band gehen die Aufführungen über reine Konzerte hinaus. Wir freuen uns auf gemeinsames Nachdenken, Erinnern und Erzählen.

Für Kultur in der Kommende ist also gesorgt. Doch auch die Kontakte sollen nicht zu kurz kommen. Unsere Taverne lädt bereits ab 19 Uhr ein, sich für diese musikalische Reise zu stärken.

Für diesen Anlass wird das Covid-Zertifikat (ab 16 Jahre) und ein gültiger Ausweis benötigt.


2021 Opener | Kulturlandschaft (kulturlandschaftluzern.ch)
Sommerfest 2021: Mit Reto Burrell die Nachtruhe umgangen


von Katrin Blum

Vorbei ist die Zeit, als Corona nur eine Biersorte war. Wie alle anderen grösseren Veranstaltungen, blieb das traditionelle Sommerfest von KKK letztes Jahr aus. Ein Stück Normalität ist nun zum Glück zurück: Auf ein Neues – hiess es am Samstagabend. Rund 90 Gäste genossen, für was der Name des Vereins steht: Kultur und Kontakte in der Kommende.

Strahlende Gesichter. Beim Vorstand des KKK, seinem Helferteam und den angereisten Gästen. Riesig war die Freude, als das Tor zum Hof der Kommende um 18 Uhr geöffnet wurde. Unter den grossen Sonnenschirmen und an mit Sonnenblumen gezierten Tischen war Tafeln angesagt: Zwei Grilleure gaben ihr Bestes, eine feine Auswahl an Salaten stand bereit und dank eines gut organisierten Serviceteams blieb niemand auf dem Trockenen sitzen. Nach und nach füllte sich der Hof. Kurz vor 20 Uhr richteten die Gäste ihre Aufmerksamkeit auf die Bühne.
 
Auf Wiedersehn und Willkommen gesagt
Adelheid Aregger nahm das Mikrofon in die Hände. Sie hatte den Kulturverein KKK am 18. Oktober 1998 gegründet und stand dem Verein 15 Jahre als Präsidentin vor. Ihr Amt gab sie im Jahr 2012 an Silvia Steiner weiter. 13 Jahre später wurde sie nun am Sommerfest offiziell verabschiedet und übergab ihr Amt an Claudia Carriero. Zusammen mit Silvia Steiner verliessen auch Stefan Bossart, Margrit Bucher und Brigit Spiegelberg nach langjähriger freiwilliger Vereinstätigkeit den Vorstand. Ehrenpräsidentin Adelheid Arregger verdankte die Vorstandsmitglieder mit einer gehaltvollen Lobrede für ihr engagiertes Wirken für die Kultur in Reiden. Gleichzeitig wurden die neuen Vorstandsmitglieder herzlich willkommen geheissen. Es sind dies Karin Aecherli, Reto Thommen, Jolanda Gut und Renate Lukas.

Lange musikalische Karriere
Nach der Rede von Adelheid Aregger betrat der Stanser Musiker Reto Burrell die Bühne. Durch seine spontane und offene Art gelang es ihm von der ersten Minute an, das Publikum zu begeistern und zum Mitsingen zu bewegen. Zusammen mit Reto Burrell standen an diesem Abend die Bassistin Lia Low und der Schlagzeuger Mario Märchi auf der Bühne. Die drei wirkten wie ein altes, eingespieltes Team, obwohl dies erst ihr zweites Konzert in dieser Besetzung war. Reto Burrell darf auf eine lange musikalische Karriere zurückblicken. Geboren ist er am 8. März 1973 in Luzern. Bereits als Zehnjähriger machte er Musik. Er sang und spielte Gitarre. Mit zwölf Jahren reichten ihm die bekannten Lieder seiner Idole nicht mehr. Er begann eigene Songs zu schreiben. Er versuchte sich in Rockbands als Gitarrist, gründete die Punkband Profax, sang und spielte Gitarre in der Alternative Rockband Släm. 1997 entschied er sich, als Solokünstler weiterzumachen. Er veröffentlichte in den Jahren darauf mehrere Alben. Einige seiner Songs schafften es in die Top Ten der European Americana Charts. Reto Burrell ist nicht nur Sänger, Gitarrist und Songwriter. Er ist auch Musikproduzent. Unter der Abkürzung ReBu produzierte er diverse Schweizer Künstler und Bands wie Ishantu, Noan, Basement Saints, Coal, Trummer, Mothers Pride, Vivian und viele mehr.

Begeistertes Publikum
Reto Burrells Stimme tönte am Samstag über den Hof, klar und kräftig. Von seiner Erkältung hörte man nichts. Seine Texte in Englisch luden zum Nachdenken und Mitsingen ein. Mit Hilfe seiner kurzen Erklärungen und witzigen Sprüche zwischen den Songs nahm Reto das Publikum von Lied zu Lied mit auf eine Reise durch sein über 20-jähriges Musikschaffen. Zu schnell waren die ersten 45 Minuten vorüber. Die Band verliess die Bühne für eine halbstündige Pause. Schlagzeuger Mario Märchi schwärmte in der Pause, dass die «Location der Hammer» sei. Gut spürbar war die Freude der Band, für das Reider Publikum Musik zu machen. Nach der Pause ging es wieder mit dem Mitsingen los. Nicht wenige Gäste an den Tischen wippten im Takt mit. Ein Mädchen stand gegen Ende des Konzerts auf und begann zu tanzen. Sie kannte jeden Song auswendig und sang voller Hingabe mit. Livemusik ist im Garten auf dem Kommendehügel nur bis 22 Uhr erlaubt. Deshalb verliess die Band pünktlich die Bühne.

Intimer Abschluss
Nachtruhe. Darauf hatte das Publikum absolut keine Lust. Nach einer Zugabe forderte das Publikum mehr. Und bekam es. Reto Burrell liess die Bühne links liegen, trat hinaus auf den Hof und mitten unter die Zuhörerinnen und Zuhörer. Ganz ohne Technik und ohne seine Band im Rücken, alleine mit seiner Gitarre. Schon nach den ersten Zeilen verstummten alle Gespräche. Unter dem Sternenhimmel, an diesem lauen Sommerabend, genossen rund 90 Personen diesen intimen Moment, mit dem ein tolles Konzert zu Ende ging. Die Melodien, Rhythmen und Texte werden bei den einen oder anderen noch lange nachklingen. Und sie dürfen sich auf weitere Kultur und noch mehr Kontakte in der Kommende freuen. Der neue Vorstand zeigte, dass sie den «Laden» im Griff haben. Mitunter auch dank eines tollen Helferteams, das nach einem powervollen Abend die Muskeln spielen liess. Kurz nach 1 Uhr war die letzte Bank eines Festes verräumt, an dem unter den geltenden Schutzmassnahmen Corona selbst auf der Bierkarte keine Chance hatte.

Nächster Anlass: Konzert mit dem Berner Songwriter «Trummer», Samstag, 30. Oktober, 20 Uhr, Kommende.
SOMMERFEST AM 14.08.2021 MIT RETO BURRELL


Die Schweizer Musikpresse lobt ihn regelmässig als «Swiss Tom Petty» oder «den Neil Young, den man sich noch leisten kann».

Nachdem 2019 bereits sein Bruder René mit Famous October in Reiden gastierte, freuen wir uns, für das diesjährige Sommerfest Reto Burrell präsentieren zu können. 

In der Schweizer Musiklandschaft setzt Reto Burrell seit über 20 Jahren einen Meilenstein nach dem anderen. Von Folk-Rock über Singer/Songwriter-Balladen bis zu Country-Twang: Reto Burrell ist ein Meister all dieser Stile – und es gelingt ihm besonders gut, sie zu kombinieren und zu seinem eigenen zu machen. Am 14. August wird uns Burrell zusammen mit seiner Band querbeet durch sein über 20-jähriges Musikschaffen führen. 

Bei schönem Wetter findet der Anlass im lauschigen Innenhof der Kommende statt. Im Schatten der grossen Linde ist Zurücklehnen und Geniessen angesagt. Ab 18 Uhr sind die Türen zur Festwirtschaft geöffnet, sodass auch der kulinarische Teil des Abends nicht zu kurz kommt. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird der Anlass in die Kommende verlegt. Die Platzzahl ist beschränkt, darum lohnt es sich, die Tickets jetzt schon zu reservieren.

Corona-bedingte Änderungen bleiben vorbehalten, wir richten uns nach den geltenden Massnahmen.
Es geht endlich wieder los!

Kultur und Kontakte in der Kommende: Ein Jahr lang konnte KKK Reiden seinem Namen nicht gerecht werden. Der Bundesratsbeschluss von letzter Woche ändert dies. Am 29. Mai beginnt die Saison 2021!


Sorgen- statt Lachfalten. Wie vielen andern Kulturvereinen in der Region ging 2020 auch für KKK Reiden als schwarzes Jahr in die Geschichte ein – kein einziger Anlass konnte infolge der Coronapandemie durchgeführt werden. «Die Hoffnung stirbt zuletzt», schrieb der Verein anfangs Jahr auf seiner Homepage und sollte Recht behalten. Mit dem Bundesratsbeschluss von letzter Woche dürfen in der Kornschütte für kulturelle Veranstaltungen wieder maximal 50 Personen Platz nehmen und die zwei auf zwei Meter grossen Bühnenelemente zusammengeschoben werden.

Ein preisgekrönter Kabarettist, der den Corons-Blues vergessen macht

Maske anziehen, Kontaktdatenblatt ausfüllen und Platz nehmen: Unter den geltenden Schutzbestimmungen können dies die Gäste von Kultur und Kontakte erstmals am 29. Mai tun. Mit Christoph Simon ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und wortwörtlich ausgezeichneter Kabarettist zu Gast in der Kommende: 2018 gewann der zweifache Slam-Poetry-Schweizermeister mit dem  Salzburger Stier eine der höchsten Auszeichnung im deutschsprachigen Raum. «Der Simon ist ein verrückter Siech. Das muss einmal gesagt sein. Ein Zauberer des Lächelns», sagt beispielsweise Patent-Ochsner-Frontmann Bühne Huber. Beste Medizin also, um dem Corona-Blues die Stirne zu bieten.

In Christoph Simons Bühnenprogramm «Der Suboptimist» spielen drei Personen die Hauptrollen: Der Poet sucht Antworten. Der alte Hippie macht nicht mehr aus jedem Problem ein Problem. Und die Hausärztin stiehlt allen die Show. In weiteren Nebenrollen: Tigerbalsam, Herrenkühlschränke, Übermut, der Schweizer Nationalpark und das Gesundheitswesen. Bonusmaterial: Der Alltag – leicht gemacht! Keine unnötigen Hürden in den Weg legen KKK hoffentlich auch die Gäste. Mit wenigen Klicks kommt man bereits jetzt via Vereinswebsite www.kkk-reiden.ch zum Ticket und verhindert so längere Warteschlangen an der Abendkasse.

Ihre Sicherheit ist uns wichtig:
Coronabedingt hat der Verein für diesen Abend spezielle Massnahmen getroffen:

- Die Platzzahl ist auf 50 Gäste limitiert
- Wie gesetzlich vorgeschrieben werden die Daten der Besucher aufgenommen.
- Am Anlass herrscht eine Maskentragepflicht.
- Getränke werden verkauft, jedoch kein "Beizli-Betrieb"
- Bitte benützen Sie unbedingt den Vorkauf, um die Wartezeiten an der Kasse zu minimieren

Auf ein Neues....
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und wir lassen uns nicht unterkriegen – nach wie vor plant KKK Reiden munter weiter. Der Verein hofft, am 29. Mai mit dem Kabarettisten Christoph Simon einen wortwörtlich ausgezeichneten Künstler in der Reider Kommende begrüssen zu dürfen. Sobald/ falls der Bundesrat die Corona-Regeln lockert, wird der Vorverkauf aufgeschaltet. Weitere Infos gibt es dann auch bezüglich Schutzkonzept.

Christoph Simon gewann 2018 mit dem Salzburger Stier einen der renommiertesten Preise im deutschsprachigen Raum und durfte sich zweimal als Slam-Poetry-Schweizermeister feiern lassen. Der begnadete Geschichtenerzähler brilliert auch in seinem  Bühnenprogramm  "Der Suboptimist" und  spannt darin den Bogen vom verzagten Ich zum Universum.

Christoph Simon erzählt über drei Menschen im VW-Bus: Der Poet sucht Antworten. Der alte Hippie macht nicht mehr aus jedem Problem ein Problem. Und die Hausärztin stiehlt allen die Show. In weiteren Hauptrollen: Tigerbalsam, Herrenkühlschränke, Übermut, der Schweizer Nationalpark und das Gesundheitswesen. Bonusmaterial: Der Alltag – leicht gemacht

 


KKK beendet Vereinsjahr 2020 – Auftritt von Trummer abgesagt
Die steigenden Corona-Fallzahlen haben den Verein Kultur und Kontakte in der Kommende dazu veranlasst, den auf morgen Freitag, 30. Oktober, geplanten Konzertabend mit dem Berner Singer/ Songwriter Trummer abzusagen.

Zwar wären nach dem Bundesratsbeschluss vom Mittwoch Auftritte bis 50 Personen möglich. Im Vorverkauf zeigte sich jedoch, dass momentan die Verunsicherung gross ist, vom Besuch von kulturellen Veranstaltungen abgesehen wird. Letztlich will KKK seine Gäste aber keinem Risiko aussetzen, nimmt die vom Bund geforderte Eigenverantwortung auch selbst wahr und bietet Trummer im kommenden Vereinsjahr eine Bühne, die er verdient: vor hoffentlich vollen Rängen.

Vereinsjahr ist zu Ende
Ebenfalls absagen muss KKK seinen letzten im 2020 geplanten Anlass vom Sonntag, den 29. November. Gemäss den vom Bund verordneten Einschränkungen sind derzeit keine Konzerte von Laienchören erlaubt, weshalb der Aufritt des A-cappella-Ensembles "total vocal" leider nicht möglich ist. Doch auch hier konnte der Verein eine gute Lösung finden. Was 2020 ins Wasser fällt, soll 2021 wie im Falle von Trummer für brandenden Applaus sorgen.

Herzliches Dankeschön
Absage um Absage. 2020 konnte Kultur und Kontakte in der Kommende coronabedingt seinem Namen nicht gerecht werden. Der Vorstand hofft, dass sich die Lage im 2021 verbessert, wieder Veranstaltungen stattfinden können und  Kleinkunst auf dem Reider Hausberg für grossartige Momente sorgen kann. In diesem Sinne dankt KKK allen Gästen, auf deren Unterstützung der Verein in den letzten 22 Jahren zählen konnte.

Sommerfest abgesagt
Irische Musik hätte den Innenhof der Reider Kommende am 15. August erfüllen sollen. Die Auflagen betreffend Corona lassen diesen Anlass des Vereins Kultur und Kontakte in der Kommende aber ins Wasser fallen. Der Vergleich kommt nicht von ungefähr. Wären die Abstandsregeln im Innenhof mit den erwarteten über 100 Gästen bei schönem Wetter einzuhalten gewesen, hätten diese bei Wolkenbruch und der nötigen die Verlegung des Anlasses in die Kommende nicht umgesetzt werden können. Dies bewog den Verein dazu, das Sommerfest heuer abzusagen und aufs nächste Jahr zu verschieben.
Muttertagskonzert abgesagt
Das auf den 10. Mai geplante Muttertagskonzert in der Kommende Reiden mit dem Nexus Reed Quintet ereilt das gleiche Schicksal wie zuvor der im März angesagte Kabarett-Abend mit Christoph Simon: Der Anlass entfällt aufgrund der vom Bund erlassenen Pandemie-Einschränkungen und wird im nächsten Jahr erneut ins Veranstaltungsprogramm aufgenommen.

Der Verein Kultur und Kontakte wünscht seinem treuen Publikum weiterhin viel Gesundheit. Momentan bleibt es auf dem Reider Wahrzeichen zwar ruhig. Doch dieser Zustand wird sich hoffentlich spätestens bis am 15. August ändern. Der Verein jedenfalls ist parat, dann gemeinsam mit seinen Gästen bei einem Glas Guinness und der Musik der Irish Band Keltic Scent auf die Wiederaufnahme des Kulturbetriebs anstossen zu können.
Nur der Vollmond fehlte


Am stürmischen Freitag den 13.  ging es auch bei «Kultur und Kontakte» in der Kornschütte der Johanniterkommende lebhaft zu. Jürg Steigmeier und Thomas Aeschbacher beglückten das Publikum mit Worten und Musik.

Das fünfte und letzte «Event» bei KKK in Reiden beschien am letzten Freitag leider nicht der im Kalender und Programm angesagte Vollmond. Wetterwolken zogen dafür am Himmel über das Wiggertal, angetrieben vom Sturmwind, der es mit dem Veranstalter auch nicht gut meinte. Diese gaben den Versuch auf, den Weg über die Treppe in den Hof der Kommende mit Kerzenlicht zu markieren und die Besucher dadurch optisch auf die Märchenwelt einzustimmen. Örgeli-Virtuose Thomas Aeschbacher gelang das aber schon mit der ersten Melodie aus dem ersten seiner vier Örgeli. Lüpfig und lustig kamen die hohen Töne daher, für die der markante Bass nicht nur Begleitung war, sondern in die von Jürg Steigmeier weitergesponnenen Geschichte vom Altweibersommer einstimmte. «Weisse Schlieren glitzern manchmal am Himmel», erklärte er, «es sind Grossmutterhaare, die weissen Haarfäden jener Frau, deren einzige Tochter Marie jeden Tag gesponnen hat …» Seine Worte vermischten sich mit Örgelitönen zur traurigen Geschichte des Mädchens, das plötzlich nur noch tanzen wollte, statt zu spinnen; das von der Mutter verwünscht wurde und jetzt im Himmel spinnt, wo manchmal nachts seine Spinnfäden dahinziehen, die da und dort auch Marien-Fäden heissen.

Ein verhängnisvoller Traum
Örgeli sind nicht zum Spinnen, sondern zum Musizieren da. Thomas Aeschbacher spann trotzdem: hohe und tiefe Töne, Tanzmusik zum Vergnügen des Publikums, die aber in überraschenden Wechseln von Rhythmus und Tempo von Dur in Moll umschlagen konnte. Beides kam in der Geschichte des jungen Burschen vor, eines Mannes mit blauen Augen und Kruselhaar wie aus dem Bilderbuch, der aber von den Mädchen nichts wissen wollte, bis er sich in die Seefrau verliebte, die ihm jede Nacht im Traum erschien. Er fuhr über den See, suchte sie und sah ihr Gesicht im Wasser – das aber nur der Vollmond war. «Chumm abe!», rief sie, und er verschwand im Hüttenersee und wurde nie mehr gesehen. «Daher ist dieser im Frühling von Seerosen überwachsen», verriet Jürg Steigmeier, «und ein Wispern steigt auf, hörbar nur für jenen, der es hören will …» Noch viel mehr hören wollten an diesem Vollmondabend ein halbes Hundert Gäste. Kein Wunder. Was der Geschichtenerzähler aus seinem reichen Schatz hervorholte, wurde lebendig, verstärkt durch die Intensivität seines Vortrags. Auf seinem Gesicht spiegelte sich das Schicksal seiner Märchen- und Sagenhelden, sodass ihre Geschichte nicht nur zu hören, sondern fast auch zu sehen war: das Mädchen, das seinen Bräutigam verloren hat – der Walliser Bauernbursche, der ledig bleibt, weil seine tote Braut ihm einen kalten Kuss auf die Wange gedrückt hat – das Schneiderlein, das statt im Himmel auf dem Mond gelandet ist. Beunruhigend war zu vernehmen, dass jener Finger steif bleibt, mit dem man auf den Mond gezeigt hat: weil man mit dieser Geste einen Engel erstochen hat.

Düstere Geschehnisse, tröstliche Geschichten
Zu den Geschichten und um sie herum zog Thomas Aeschbacher seine musikalischen Kreise, seine Melodien auf den zwei grossen und zwei kleinen Örgeli. Er nahm die Sagen-Themen auf, verstärkte sie und spann sie weiter. Sagenhaft alt sind die kleinen Ur-Schwyzer­örgeli selbst, die in Langnau im Emmental seit 1830 hergestellt werden. Töne aus fast zwei Oktaven entlockte ihnen der Örgelimann und als tiefsten den Schnarchli-Bass, jenen mit der längsten Wellenlänge. Dieser passte zu düsteren Geschehnissen, während andere Geschichten inhaltlich wie musikalisch bald tröstlich, bald ungestüm und wild waren. Auch vom Takt her glich sich Thomas Aeschbacher dem dramatischen Erzähler und ausdrucksstarken Schauspieler an. Schwer und alla breve begleitete er Missetaten, tänzerisch im Dreivierteltakt lockte er auch das Publikum fast zum Tanz. Manchmal waren es eher Geräusche, die er den «Quetschkommoden» entlockte, bald liebliche Lieder, sodass die Zuhörer und Zuschauerinnen kaum aufhören konnten, den Musikern lautstarken Beifall zu spenden.

Text: Adelheid Aregger/ Willisauer Bote

 

Eine sagenhafte Nacht


Der pralle Mond leuchtet durch die Fenster in die altehrwürdige Kommende: Die passende Kulisse, um am Freitag, 13. Dezember, 20 Uhr, sagenhafte Geschichten und 1000 Töne zu hören und zu geniessen.

Mit dem bekannten Schweizer Geschichtenerzähler Jürg Steigmeier und dem Örgeli-Virtuosen Thomas Aeschbacher wartet der Verein KKK Reiden am 13. Dezember (!) mit einer besonders hochkarätigen Besetzung auf. Schaurig schön, verspricht der erste Abend nach Vollmond zu werden. Mit Betonung auf schaurig. Und schön. 

Geschichtenerzähler Jürg Steigmeier ist durch Radio und Fernsehen weit über die Landesgrenze hinaus bekannt. Unermüdlich recherchiert er alte Geschichten und Sagen und deren Variationen, löst sie von der klassischen Vorlage, transportiert sie ins Heute und lässt Neues entstehen. Er ist ein Ein-Mann-Theater, ein Schauspieler, der mit Haut und Haar in seine Geschichte hineinspringt, sie zum Leben erweckt und ironisch gegen den Strich bürstet. 

Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Klangkünstler Thomas Aeschbacher. Er spielt das Langnauerli ebenso virtuos wie den Stöpselbass und das Schwyzerörgeli. Seit 1993 ist er Mitglied der Formationen «Pflanzplätz» und «Alpin Project». 2010 erhielt er den Langenthaler Kulturpreis. Aeschbacher wirkte musikalisch auch bei verschiedenen Schweizer Spiel- und Dokumentarfilmen wie «Mein Name ist Eugen», «Der Verdingbub», «The bottled live» und «Dr Chrigu fahrt ab» mit.

Eine sagenhafte Nacht, Freitag, 13. Dezember, 20 Uhr, Kommende Reiden. Vorverkauf: kkk-reiden.ch /062 758 36 00; Tickets 20 Franken. Taverne ab 19.00 Uhr geöffnet.

 

Schöner kann der Oktober nicht klingen

Über 60 Gäste klatschten sich die Hände rot: Im Rahmen der diesjährigen kantonalen Tage der Kulturlandschaft begrüsste der Kulturverein KKK
 am Samstagabend das Singer-Songwriter Duo «Famous October».

«Famous October»: Das sind Sarah und Rene. Rene Burell, gebürtiger Stanser, unterzeichnete mit 19 Jahren unter dem Künstlernamen «Coal» bei BMG einen Vertrag. Als einer der ersten Alt-Country Künstler der Schweiz erreichte er nationale Anerkennung, eröffnete Konzerte für Neil Young, ZZ Top oder Amy Winehouse. Sarah Bowman wuchs in den USA auf. Sie studierte Cello, Klavier und Gesang, war auf den Bühnen in aller Herren Ländern anzutreffen. Bei einem ihrer Aufenthalte in der Schweiz, kreuzte sich ihr Weg mit «Coal». Für das Künstlerpaar wurde der Monat Oktober durch ihre Heirat im Oktober 2012 zu einem «berühmten Oktober», oder wie es Sarah Bowman in ihrer Muttersprache sagt: «Famous October.» Die Musik des Duos nimmt all dies auf.

Die Kommende – ein Ort voller Kultur zum Wohlfühlen

Rund 60 Gäste fanden an diesem schönen Herbstabend den Weg in die Johanniterkommende nach Reiden. Durch die Bestuhlung in Hufeisenform entstand eine Nähe vom Publikum zu den Künstlern. Zu Beginn des Auftritts rühmte das Duo die Lokalität. Wunderschön sei es hier, vor allem im Oktober.

Sarah Bowman hielt die Herbstlandschaft auf dem Kommendehügel bei ihrer Ankunft auf dem Handy fest. Die letzten Sonnenstrahlen schufen ein märchenhaftes Ambiente. Genauso zauberhaft waren die Klänge auf Gitarre und Cello und das Zusammenspiel der Stimmen der beiden Musiker. Sarah Bowman liess die Gäste an ihrer Sehnsucht nach der Weite Amerikas teilhaben. Gleichzeitig erzählen die Songs in englischer Sprache vom Leben der jungen Familie in der Schweiz. Jeden Montag seien die Kinder im «Chinderhuis» und jeden Montag hätte sie ein paar Stunden alleine für ihre Musik – die meist in einem neuen Song enden würden, sagte Sarah Bowman und fügte lachend an: «Momentan fliegen mir die Melodien zu.»

Der eigene Mann als grösster Fan

23 neue Titel sind entstanden, den einen und andern bekam das Reider Publikum zu hören. Früher oder später will sie Sarah Bowman auf die «Scheibe» bringen. Wiederum im Duo – für einmal jedoch mit Zwillingsschwester Clair. «Als grösster Fan will ich die Musik meiner Frau auch mal im Publikum geniessen können», sagte Rene Burell. Dieser bedankte sich am Schluss des Konzertabends ausdrücklich für die grosse Arbeit von Kulturveranstaltern wie dem KKK Reiden. Er weiss wovon er spricht, schliesslich führt das Künstlerpaar das Kulturlokal «Chäslager» in Stans. Sollten die beiden in den nächsten Wochen trotzdem einmal einen ruhigen Abend haben – die vom KKK erhaltene Flasche Wein vom Kommendehügel dürfte sie an einen Abend im Oktober erinnern, an dem sie 60 Zuhörerinnen und Zuhörer schlicht begeisterten.

Autorin: Katrin Blum

Famous October


Musik. Sie spielt auf der Reider Kommende am Kantonalen Kulturtag vom 26. Oktober. Zu Gast ist mit der Amerikanerin Sarah Bowman und dem Nidwaldner Rene «Coal» Burrell das Indie-Folk-Duo «Famous Oktober». Die beiden Singer-Songwriter bilden sowohl auf der Bühne als auch privat ein Paar. Sie verbinden mit Cello, Gitarre und Gesang Welten, in denen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer dahinschwelgen können. Ihre Songs sind eine kleine Herbstmusik mit Anlehnungen an ihre grosen Vorbilder Simon & Garfunkel, Joni Mitchell oder Neil Young.


Eine Liebeserklärung unter dem Lindenbaum


Die Mundartband Trottinett nahm am Samstag im Innenhof der Kommende Fahrt auf – vor ausverkauften Rängen hatte das Trio sein Publikum von Beginn weg ins Herz geschlossen, was auf Gegenseitigkeit beruhte.

Die Vorfreude auf das Sommerfest war den Mitgliedern des organisierenden Vereins Kultur und Kontakte in der Kommende ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder. Die 100 Tickets im Vorverkauf gingen weg wie warme «Weggli». Ein bisschen «Gschmuch» wurde es den Veranstaltern aber, als sich auch vor der Abendkasse eine lange Schlange bildete. Reichen die Getränke? Und halten die dunklen Wolken über dem Festareal dicht? Um es vorwegzunehmen: Die Gäste blieben, was den Pegel im Wein- und Bierglas anbelangte, nicht auf dem Trockenen sitzen, derweil Petrus sich mit einigen wenigen Tropfen nicht als Stimmungsbremser outete.  

Publikumsmagnet Nummer eins war an diesem Abend sicherlich Patrik «Kiss» Meier. Am Bass setzte der Reider zum Heimspiel an. Doch auch die Werbung des Vereins Kultur und Kontakte in der Kommende trug sicherlich zu den dicht besetzten Festgarnituren bei. «Trauffers Band zu Gast» – diese Schlagzeile zog und wäre gleichzeitig nicht nötig gewesen. Sängerin Monika Schär, Gitarrist Christian Hugelshofer und den am wummernden Bass aufspielenden «Kiss» haben ihre eigene musikalische Sprache entwickelt. Das Trio zeigte, dass es auch ohne den Namen ihres «Maestros» vollends zu überzeugen weiss. «Trottinett» nahm das Publikum beispielsweise mit auf eine Reise einmal um die Welt. Der nötige Treibstoff dazu kam direkt vom Publikum, welches klatschend den Takt angab. Doch dabei blieb es nicht. Ob beim Mixen des Liebestranks, bei der Fahrt mit dem «Aebi» durch die Bergzone 1, dem Outing von Sängerin Monika Schär als Liebhaberin von uniformierten Männern – die Band konnte zeitweise auf einen 140-köpfigen Backgroundchor zählen. «Ihr seid einfach Spitze.» Worte, die Monika Schär mehrfach ans Publikum richtete und zu später Stunde mit drei geforderten Zugaben ihr Echo erhielten. Kurzum: Es war ein toller Abend mit Geschichten aus dem Alltag, welche in diesem selbst Nachhall finden dürften. Kultur wurde geboten, Kontakte gepflegt – so wie es sich der Verein KKK Reiden auf die Fahne geschrieben hat.

Bericht: Willisauer Bote
 

Ausverkauft!!!! Aber...
100 Bilette sind weg! Für den Auftritt von Trottinett am kommenden Samstag, 17. August, gibt es keine Tickets mehr im Vorverkauf. Doch spielt das Wetter mit und kann die Veranstaltung wie geplant im Innenhof der Kommende stattfinden, gibt es an der Abendkasse trotzdem noch die Möglichkeit am Anlass teilzunehmen. Einlass ist ab 18.30 Uhr – vor dem Konzert besteht bereits die Gelegenheit, sich in der Festwirtschaft den Hunger bei einer feinen Wurst, einem Steak und Salat zu stillen. Um 19.30 Uhr beginnt das Konzert mit Trottinett. 
Trottinett gibt Gas


Ab unter den Lindenbaum: Am Sommerfest im lauschigen Hof der Kommende vom 17. August ist die Mundartband Trottinett zu Gast. 

Alpentainer Marc Trauffer in der Kommende auftreten zu lassen? Dies wäre eine Schuhnummer zu gross für den Vorstand des achtköpfigen Kulturvereins. Schliesslich ist der Innenhof der Kommende nicht mit dem Hallenstadion zu vergleichen, welches der Mundartstar bis auf den letzten Platz gefüllt hat. Doch KKK ist es gelungen, für das Sommerfest vom 17. August «Trotinett» zu engagieren. So heisst die Band, welche Trauffers Musiker im letzten Jahr aus der Taufe hoben und mit der sie an den freien Tagen ihres «Maestros» Fahrt aufnehmen. Das Trio mit dem Reider Bassisten Patrik «Kiss» Meier, Sängerin Monika Schär und Gitarrist Christian Hugelshofer setzt sich in seinen Mundartsongs mit den grossen und kleinen Themen der Welt auseinander. Die Lieder erzählen Geschichten aus dem Leben, über Sehnsucht und Liebe, den schnöden Alltag und Träume; charmant, emotional und mit einem Augenzwinkern.
 

Natürlich fehlt am Sommerfest von Kultur und Kontakte auch der kulinarische Teil nicht. Zurücklehnen und Geniessen ist angesagt. Doch zuvor gilt es noch etwas zu tun: Unter www.kkk-reiden.ch das Ticket fürs Sommerfest reservieren! Es lohnt sich – denn wenn das Wetter nicht mitspielen sollte, wird der Anlass in die Kommende verlegt, wo die Platzzahl beschränkt ist.      


Trio Artis - Kammermusik



DIE DREI MUSIKERINNEN MIRA MIGLIORESE, CHRISTA HELLMÜLLER UND YVONNE KOLMAN MACHEN DEN AUFTAKT ZU EINER BESONDEREN ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN KKK REIDEN UND DER STIFTUNG KUNST IM FELDHEIM.

Offen für Neues. So zeigt sich der Reider Kulturverein. Er geht mit der vom verstorbenen Künstler Gottlieb Soland eingesetzten Stiftung "Kunst im Feldheim" eine Liaison ein, um talentierten Musikerinnen und Musikern eine Bühne zu bieten. Die Zusammenarbeit kommt nicht von ungefähr. Beide Kulturorganisationen haben sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Nachwuchsförderung zu betreiben.

Den Auftakt für den neu jährlich wiederkehrenden Anlass bestreitet das Trio Artis mit Kammermusik. Das musikalische Schaffen der drei Musikerinnen Mira Migliorese (Violine), Christa Hellmüller (Violon­cello) und Yvonne Kolman (Klavier) erstreckt sich sowohl über die klassische und romantische Literatur, als auch über jüngere Kom­ponisten. Gespielt werden Kompositionen von Beethoven, Haydn, Schostakowitsch und Piazzolla. Kennengelernt haben sich die drei Musikerinnen während ihres Studiums an der Musikhochschule Luzern. Ihre Interpretationen sind geprägt von grosser Leidenschaft, technischer und stilistischer Sicherheit sowie der Liebe zum Detail.

Der Auftritt des Trio Artis am 29. Juni auf der Kommende verspricht ein malerischer Abend zu werden – einerseits fürs Gehör, ande­rerseits fürs Auge. Am Anlass zügeln nämlich auch Werke des ver­storbenen Künstlers und Stiftungsgebers Gottlieb Soland von der permanenten Ausstellung im Alterszentrum Feldheim hinauf auf den Reider Hausberg.

Trio Artis, Samstag, 29. Juni, 20 Uhr, Kommende Reiden

Platzreservationen unter kkk-reiden.ch oder Telefon 062 758 36 00; Eintritt gratis. Taverne ab 19.00 Uhr geöffnet.  

Comedy-Abend mit Lisa Catena

Sie gewann den Swiss Comedy Award (2013), den Kabarett Kaktus (2015) und den Stuttgarter Besen (2017): Mit Lisa Catena tritt am Samstag, 23. März, 20 Uhr, in der Kommende eine buchstäblich ausgezeichnete Künstlerin auf. Sichern Sie sich bereits jetzt via Webseite des KKK-Reiden ein Ticket.

Zwischen Blitzkarriere und Speed-Dating schluckt man heimlich das Ritalin vom Kind und kommt trotzdem nicht vom Fleck. Tausend Fragen wirft das moderne Leben auf: Taugt der Zumba-Kurs als Ersatzreligion? Dürfen Vegetarier eine Extrawurst fordern? Wie integriert man Menschen mit Frustrationshintergrund? Was bedeutet es für den Berufstand des Komikers, wenn immer mehr Länder von Clowns regiert werden? Wo sitzen die Affen im Informationsdschungel? Geht die Welt unter und wenn ja: Wo gibt’s den Liveticker dazu?

In "Nume nid gsprängt!" zeigt Lisa Catena, wer Öl ins Feuer giesst – und ob es wenigstens Bio und kaltgepresst ist. Sie verabreicht das Gegenmittel zum alltäglichen Wahnsinn und weiss, dass Hintergründe mehr sind als Kulissen für Selfies. Frech, gnadenlos und zielgenau feuert sie ihre Beobachtungen ab, denn: Auch als Pazifistin darf man sich einen Panzer gegen den Irrsinn zulegen.

 

Für Kultur in der Kommende ist also gesorgt. Und auch die Kontakte sollen nicht zu kurz kommen. Der Verein lädt vor und nach dem Comedy-Abend zum Auftanken in seine Taverne ein. Diese ist bereits ab 19.30 Uhr geöffnet.


Ticketing
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Programm
Tickets Sommerfestival
Keine Ticketreservation erforderlich, da Eintritt frei, Türkollekte.
Sommerfestival Lineup
12.00   Vera Kneubühler
            +Jasmin Döös
12.45   Livia Wirz
13.35   Floor Fifteen
14.45   Sarina Vogel
15.35   Luma de nia
16.45   Mona Rüegg
17.35   Run
20.00  Keltic Scent

15. Kantonale Tage der Kulturlandschaft
Bruno Bieri mit Alphorn & Handpan mit seinem Bühnen-
programm "Ca joue!"
Samstag, 22. Oktober 2022
Brigitte Hirsig
Ein märchenhafter Anlass mit Brigitte Hirsig.
Sonntag, 27. November 2022